Geschichte Stralsund

Geschichte

Traditionsreiche Stadt am Strelasund

Die Geschichte Stralsunds geht auf eine Urkunde des slawischen Fürsten Wizlaw I. zurück, der 1234 dem Fischerdorf Stralow am Strelasund das Lübische Stadtrecht verlieh. Damit wollte er die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes fördern und mit den damit verbundenen Abgaben die fürstliche Kasse anreichern. Es wird davon ausgegangen, dass das Gebiet um den Alten Markt und die Nikolaikirche zum älteren Teil der Stadt gehörte. Südlich davon entwickelte sich ab Mitte des 13. Jahrhunderts die Neustadt um den Neuen Markt mit der Marienkirche. In einer zweiten Urkunde von 1240 wurde die Stadtrechtsverleihung nochmals bekräftigt und erstmals Stralesund als Stadtname erwähnt. Die Urkunde gestattete den Stralsundern  freien Fischfang, das Jagdrecht auf Niederwild und garantierte die Zollfreiheit.

Nach dem Überfall und der Zerstörung der Stadt 1249 durch die Flotte der konkurrierenden Hansestadt Lübeck wurde Stralsund rasch wieder aufgebaut und mit einer wehrhaften Stadtbefestigung aus Stadttoren und Bastionen versehen, in die auch die Neustadt mit einbezogen wurde.

Im Jahr 1293 trat die Stadt der sogenannten Städtehanse bei, entwickelte sich durch Schifffahrt und Fernhandel  prosperierend und gehörte schon bald zu den einflussreichsten Hansestädten an der Ostseeküste. Nach den kriegerischen Auseinandersetzung der Hanse mit Dänemark wurde ihre politische und wirtschaftliche Vormachtstellung ausgebaut und mit dem Frieden von Stralsund 1370 manifestiert. Erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts nahm die Bedeutung der Hanse mehr und mehr ab. Damit war auch Stralsunds Blütezeit überschritten.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt 1628 von Wallenstein belagert, hielt aber bei großen Zerstörungen stand und fiel 1648 mit Vorpommern an Schweden, das sie zur Festung ausbaute. Nach Belagerungen und Plünderungen während der Nordischen Kriege erholte sich Stralsund wirtschaftlich erst wieder, als Schweden 1720 den Regierungssitz von Schwedisch-Pommern in die Hansestadt verlegte.

Nach dem Wiener Kongress 1815 gehörte Stralsund wie Rügen und Vorpommern zu Preußen und wurde im Zuge der Industrialisierung 1863 an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Durch den seit 1883 bestehenden Fährverkehr nach Rügen und den 1936 gebauten Rügendamm wurde die Rolle der Stadt als Tor zur Insel gestärkt.

Nach den schweren Zerstörungen der Altstadt im Oktober 1944 entwickelte sich Stralsund nach dem Zweiten Weltkrieg rasch zu einer bedeutenden Industrie- und Hafenstadt in der DDR. Die 1948 gegründete Volkswerft war größter Arbeitgeber und gehörte weltweit zu den größten Spezialwerften für Fischereifahrzeuge. Nach der politischen Wende 1989 vollzogen sich auch in Stralsund große städtebauliche Veränderungen. Die historische Altstadt wurde aufwendig saniert und restauriert, was maßgeblich dazu führte, dass ihr 2002 der Status als UNESCO-Welterbe verliehen wurde.

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